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"Jubiläumsveranstaltung"
Pastor Günter Winkmann und Ehefrau

Pastor Günter Winkmann und Ehefrau

Gottesdienst mit
Pastor Günter Winkmann


Voller Überraschungen
Mein Dienstweg wurde von etlichen Überraschungen geprägt. Als ich 1968 nach Elversberg im Saarland eine Dienstzuweisung erhielt, fragte mich ein Studienkollege, was ich „verbrochen“ hätte, dass ich „strafversetzt“ würde. Nichts davon habe ich so erlebt. 
1973 wurde ich nach Brombach gerufen. Ein 350 Seelen-Ort. Die Kinder, Monique und Andrea gingen dort in die Grundschule. Überraschend war die vielfältige Gemeindearbeit mit ermutigenden Erfahrungen und die Aufgabe als Geschäftsführer im „Haus der Sieben Brüder“. Bis heute sind Kontakte lebendig. 
1981 ging es nach Frankfurt in die Zionskirche (heute: Christuskirche). Frankfurt ist Überraschung pur. In der ersten Woche nach dem Einzug: Schlägerei auf dem Merianplatz während einer Demo. Fußballspielende Kinder (mit kaputten Scheiben an der Kirche) Tag für Tag. In diesem ersten Jahr fuhr ich mit Studienkollegen und Mitarbeitern aus Brombach und Rüsselsheim nach Warschau, um der methodistischen Gemeinde dringend benötigte Lebensmittel zu bringen. Ein LKW und ein PKW waren uns anvertraut. Kaum dort, wurde das Kriegsrecht in Polen verhängt. Wir mussten am folgenden Tag bis spätestens 24 Uhr die Grenze zur damaligen DDR überwunden haben. Eine Aufgabe, die bei vereisten Straßen eine besondere Herausforderung war. Die Überraschung: Gottes Begleitung nach Hause unter schwierigen Bedingungen. Die Gemeindearbeit am Merianplatz, auf dem Mühlberg und im Bethanienkrankenhaus war stets eine große Herausforderung. Positiv habe ich dort auch den Unterricht an der Krankenpflegeschule erlebt. Acht Jahre hintereinander haben wir Seniorenfreizeiten in Südtirol durchgeführt, von denen noch heute gesprochen wird. Der Fernsehgottesdienst mit dem ZDF erforderte höchste Konzentration, war aber auch gut gelungen. 1989 war die Zionskirche 100 Jahre alt. Anlass, ein großes Jubiläumsfest zu feiern. Für mich und meine Familie viel Arbeit, aber sie hat sich gelohnt. Überraschend war für uns, meine Frau Brigitta und mich insbesondere die Treue der Gemeindeglieder trotz der besonderen Großstadtsituation. 
Die nächste und letzte Station war dann der Ruf in die Leitung der Kirchenkanzlei in Frankfurt 1991. Als knapp Fünfzigjähriger musste ich die Schulbank an der Verwaltungsfachhochschule „drücken“. Ich lernte Verwaltung, Rechtswesen und Computerbedienung. Nach 16 Jahren in der Kanzlei, konnte ich dann zum 1. Januar 2008 in den Ruhestand treten. Aufgaben – mit weiteren Überraschungen, gehören seither immer noch dazu – und ich sehe im Rückblick Gottes überraschende Leitung und Führung. Mit Freude und Dank sehe ich auf meine gesamte Dienstzeit zurück.

Günter Winkmann

Der Gottesdienst mit Günter Winkmann fand am 13. Juli 2014 statt.

 

 

 

Evangelisch-methodistische Kirche - Christuskirche,  Merianplatz 13,  60316 Frankfurt