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Besondere Veranstaltung 2006
"'ss brent brider, 'ss brent "

 

"Jiddische Lieder"

mit Gernot Blume, Guido Blume und Volkmar Döring
Das Konzert fand am 12. November 2006 statt.
Jiddische Lieder in der Christuskirche Am 12. November 2006 spielten Gernot Blume, Guido Blume und Volkmar Döring im Rahmen der Konzertreihe M13 jiddische Lieder auf. „Melancholische Erinnerung und Klage über das unglaubliche Leid auf der einen Seite und fast irrsinnige Freude und unerschütterliche Hoffnung auf der anderen Seite – diese Spannung macht diese Musik so wertvoll“, erklärte Pastor Hans-Ulrich Hofmann zu Beginn des Konzerts. Anlässlich der erneuten Jährung der Reichsprogromnacht lud der Pastor die drei Musiker aus Bingen ein, damit sie mit einer Reise vom Liebes- bis zum Widerstandslied das Publikum in die Welt der jiddischen Lieder entführen. Guido Blume erläuterte, dass die Musiker bereits als Jugendliche mit der jüdischen Musik in Berührung gekommen seien und dass sie seither nicht von ihr lassen könnten. Das Konzert wurde eröffnet mit „der grünen Cousine“ mit den roten Bäckchen, die nach Amerika auswanderte, um ein besseres Leben zu haben, und deren Füße tanzen wollten. Doch als sie bemerkte, dass man auch dort schwer schuften musste, verfluchte sie den neuen Kontinent: „brennen soll das Land des Kolumbus!“
Mit jedem neuen Stück wuchs die Begeisterung des Publikums. Die Mischung zwischen melancholischen und fetzigen Stücken ließ das zahlreich erschienene Publikum, das die Kirche bis auf den letzten Platz füllte, emotional mitgehen. „Oh, dort über dem Wasser, oh, dort, über der Brücke, vertrieben hast du mich in ferne Länder, und ich sehne mich nach dir zurück. Oh, wie viele Abende haben wir beisammen gesessen. Oh, wie viele Abende bis spät in die Nacht. Wie viele Tränen haben wir vergossen, bis uns die Liebe zusammenführte. Oh, hilf mir Gott im Himmel. Mir geht es nicht gut. Schon zwei, drei Jahre verbindet uns die Liebe, aber zu Ausdruck bringen können wir sie nicht. Oh, deine Augen gleich süßen Kirschen und deine Lippen rosafarbenem Papier, und deine Finger wie Tinte und Feder – ach, schreiben sollst du Briefe oft an mich.“ Gernot Blume interpretierte die traditionellen Lieder mit Kontrabass, Harfe, Mandoline, Tastenfidel, Violine und Akkordeon. Guido Blume und Volkmar Döring begleiteten ihre Stimmen mit den Gitarren. Das Publikum brachte sich singend als Chor für die Refrains ein. Mit guter Stimmung und einer Zugabe wurde das Konzert abgeschlossen und das Publikum nahm gewiss die eine oder andere Strophe oder Melodie der jiddischen Lieder mit nach Hause.
Wolf Kunik

 

Evangelisch-methodistische Kirche - Christuskirche,  Merianplatz 13,  60316 Frankfurt