Evangelisch-methodistische Kirche
Christuskirche
Frankfurt-Innenstadt
Besondere Veranstaltung 2012
"Bej mir ist du schejn"

 

"Shoshana"
Das Konzert fand am 20. Mai 2012 statt.

Konzertrückschau

 

Klezmer Musik mit dem Ensemble „Shoshana“


Im Rahmen der Konzertreihe M13 begrüßte Christoph Wend am 20. Mai 2012 das Ensemble „Shoshana“, das aus 3 Musikern/Innen besteht und populäre, traditionelle, jiddische Musik spielt.
Das Konzert stand unter dem Motto „Bej mir ist du schejn“.

Das Ensemble wurde im Frühjahr 2004 unter der Leitung von Leonid Norinsky in Dessau gegründet.

Die Künstler möchte ich Ihnen kurz vorstellen:

Leonid Norinsky - Knopfakkordeon und Gesang – wurde in Shitomir, Ukraine, geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er u. a. an der Kiewer Musikhochschule. Er ist Preisträger div. Wettbewerbe und Musikfestivals. Ab 1991 spielte er Klezmer Musik in der Ukraine, Russland und ab 1996 gab er bereits zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Ina NorinskaPercussion – Gesang – Tanz – ist die Tochter von Leonid Norinsky. Durch ihren Besuch des jüdischen Kindergartens und der Schule an der Synagoge in ihrer Heimatstadt wurden ihr die Traditionen und Bräuche des jüdischen Lebens überliefert. Sie nimmt aktiv an Festprogrammen der jüdischen Gemeinde in Dessau, im Chor und im orientalischen Tanzverein teil. Daraus entstand 2004 der Wunsch, diese Musik anderen nahe zu bringen.
Ina Norinska moderierte und führte mit Witz und Charme durch das Programm.

Svitlana YudelevychVioline – wurde in Budapest (Ungarn) geboren. Ihre musikalische Ausbildung bekam sie in der Spezialschule für Musik N. Lysenko, Kiew. 1997 absolvierte sie als Pädagogin und Orchestermusikerin das Musikinstitut R. Gliere, 2001- 2005 lernte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Außerdem leitete sie 2009 – 2010 das Salonorchester „Miniatur“.

Das Repertoire von „Shoshana“ umfasst Lieder und Instrumentalstücke, die sich auf die Tradition der Aschkenasim, der mittel – und osteuropäischen Juden, stützen. Es wird sowohl in Hebräisch als auch in Jiddisch gesungen. 

In einem ungewöhnlichem Arrangement für Knopfakkordeon, Violine und Gesang, die alle aus eigener Feder stammen, hörten die Konzertbesucher Frejlechs, die das Ensemble bravourös und eindrucksvoll dargeboten hat.

Frejlechs sind fröhliche, aber auch melancholische Stücke. „Shoshana“ hat diese Lieder musikalisch und mit tänzerischen Einlagen durch Ina Norinska hervorragend interpretiert und so mit den Klängen durch die Tiefe und Wärme der jüdischen Seele auch die der Zuhörer bezaubert.

Bei den eingängigen Melodien „Dona, Dona und „Mazel Tov“ waren die Zuhörer aufgefordert, mitzuklatschen und mitzusingen. Dies ließen sich die Konzertbesucher nicht zweimal sagen!

Nach Beendigung des offiziellen Programms erklatschte sich das begeisterte Publikum zwei Zugaben, in denen nochmals alles enthalten war, was die jiddische Volksmusik auszeichnet.

Irmgard Wend

Evangelisch-methodistische Kirche - Christuskirche,  Merianplatz 13,  60316 Frankfurt