Evangelisch-methodistische Kirche
Christuskirche
Frankfurt-Innenstadt
Besondere Veranstaltung 2015
Konzert mit dem Ensemble Cantus Spiritualis

 

"Lamentationes - Klagelieder des Propheten Jeremia"
Das Konzert fand am 08. März 2015 statt.

Konzertrückschau

 

Am 08. März 2015, einem ersten Frühlingstag, begrüßte Christoph Wend im Rahmen der Konzertreihe M13 das Ensemble CANTUS SPIRITUALIS aus Wiesbaden.

Das Ensemble wurde 2012 gegründet und besteht aus 5 Solisten. Leider war der Tenor Hwan Choel Ahn erkrankt, so dass das Ensemble nur mit 4 Solisten auftreten konnte. Hier nun eine kurze Vita der Künstler.

Christine Fürniß Sopran, studierte Gesang bei Maria Tuczek - Graf an der Musikakademie Wiesbaden und bei Elisabeth Schmock an der Akademie für Tonkunst, Darmstadt. Schon früh entdeckte sie ihre Vorliebe für die historische Aufführungspraxis Alter Musik und besuchte Kurse für Barockgesang und barocke Gestik bei Sharon Weller (Schola Cantorum Basel) und an der internationalen Händelakademie in Karlsruhe bei Jeffrey Gall, bei Barbara Schlick, Monika Mauch und Emma Kirkby. Im Mai 2006 wurde sie mit dem Förderpreis der Hempel-Stiftung Wiesbaden ausgezeichnet. 
Janina Moeller Sopran, bestand noch vor ihrem Studium die Prüfung zur D-Chorleiterin im Bistum Limburg und leitete seitdem mehrere Chöre. Sie studierte Gesang bei Maria Tuczek -Graf an der Wiesbadener Musikakademie und legte 2009 ihr Diplom mit Auszeichnung ab. Sie besucht regelmäßig Fortbildungen und Meisterkurse bei Noelle Turner, Charlotte Lehmann, sowie bei Prof. Thomas Heyer, Hochschule Frankfurt.
Ronny Rickfelder Bariton, studierte Operngesang und Gesangspädagogik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt bei Elisabeth Schmock. Seither besuchte er Meisterkurse bei Krisztina Laki und Luigi Roni und ließ sich sehr von der Arbeit Barbara Bonneys und Thomas Hampsons inspirieren. Ronny Rickfelder war Mitglied der Jungen-Oper-Rhein-Main, 2007 war er auf der Opernbühne bei den Schlossfestspielen in Sondershausen in der Fledermaus von J. Strauß zu erleben. Heute ist ein Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens die Alte Musik, unter anderem im Solisten-Quintett EnChantEd aus Frankfurt am Main.
Bernhard Stephan Bass, studierte am Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg – Universität Mainz und der Musikhochschule Karlsruhe mit den Hauptfächern Klavier, Dirigieren und Gesang bei Jolanta Radek und Andreas Reibenspieß. Er ist als Chorleiter und Organist an der Wallfahrtskirche Maria Bickesheim tätig. Seit 1996 leitet er das Ensemble `96 Durmersheim. Schon während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit der Musik der Renaissance. Er leitet die Probenarbeit des cantus spiritualis.

Die Konzerbesucher durften gespannt sein, was Solisten mit solchen Auszeichnungen gesanglich zu bieten haben.
Da die Stücke im ersten Programmteil in lateinischer Sprache gesungen wurden, gab es für die Zuhörer eine Übersetzung der Texte ins Deutsche.
Bernhard Stephan moderierte die einzelnen Stücke. 

Mit dem Eingangsstück Invitatorium (gregorianisch) wurden die Zuhörer auf ein Konzert von besonderer Art eingestimmt.


Aus den Klageliedern des Propheten Jeremia folgten die Stücke:

Heth. Misericordiae Domini
  gregorianisch
Vau. Et egressus es
Lamed. Matribus suis dixerunt
  Tomàs Luis de Victoria (1548 – 1611)
 
Aleph. Ego vir videns
Aleph. Quomodo obscuratium
  Manuel Cardoso (1566 – 1650)
  Giovanni Pierluigi da Palestrina (1526 – 1594)
Teneprae factae sunt
  Tomàs Luis de Victoria
Pater peccavi
  Andrea Gabrieli (1510- 1586)

Diese 5–stimmige Motette erklang in Abänderung nur von den beiden Sopranstimmen mit Orgelbegleitung.
Aus
“kleine geistliche Konzerte“

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
- O Jesu Nomen dulce
- Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet
- Erhöre mich, wenn ich rufe
- Der Herr schauet vom Himmel
- O lieber Herre Gott
- Die Gottseligkeit ist zu allen Dingen nütz

 

Das Ensemble brachte die einzelnen Stücke mit besonderer Ausdrucksweise und Hingabe zur Musik dieser Epoche in hervorragender Weise zu Gehör. Die Akustik der Christuskirche tat das ihrige dazu.
Während der gesamten Programmfolge hörten die Konzertbesucher gebannt und voller Konzentration zu.
Erst am Ende des Konzertes wurde das Ensemble mit dem entsprechenden Beifall belohnt.

Mit dem Kehrvers Jerusalem als Zugabe verabschiedeten sich die Solisten.

IW

Evangelisch-methodistische Kirche - Christuskirche,  Merianplatz 13,  60316 Frankfurt