Mitten im Sommer – eine Kirche, voll bis auf den allerletzten Stehplatz!
Am 23. Juni trafen sich Methodisten aus rund 10 verschiedenen Ländern zum
Internationalen Methodistischen Festival in Frankfurt.
Die Christuskirche
am Merianplatz konnte die Menschen kaum fassen. Bis auf den allerletzten
Stehplatz war die ‚kleine‘ Kirche voll. 250 methodistische Christen waren am
Sonntag, den 23. Juni, zusammengekommen, um miteinander Gottesdienst zu
feiern, ihre weltweite Verbundenheit ganz lokal und hautnah zu erleben und
sich in der großen Stadt wieder einmal ganz nahe zu kommen.
Die Methodistische Kirchenfamilie hat vor 250 Jahren in England ihren
Anfang genommen und sich binnen weniger Jahrzehnte in der ganzen Welt
ausgebreitet. Die weltweite Verbundenheit und Zusammengehörigkeit konnte sich
die methodistische Kirchenfamilie teilweise erhalten. So ist die
Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland Teil der weltweiten United
Methodist Church, deren oberste Leitung eine Generalsynode ist.
Was
Methodisten weltweit ausmacht, ist ihre Verbindung von Glauben und Handeln.
Je nach dem Kontext, in dem eine Gemeinde lebt und arbeitet, sorgt sie sich
nicht nur um lebendige Gottesdienste, sondern auch um Bildung, um
Unterstützung von Bedürftigen, um Begleitung von Menschen in Not.
Hier in Frankfurt haben die methodistischen Kirchen schon eine lange
Tradition in der Diakonie (z.Bsp. das Bethanienkrankenhaus, Bornheim). Heute
bietet die Christuskirchengemeinde ein offenes Frauencafé (Lisbeth-Oase) und
einen ‚Mittagstisch für Alle‘ an. Die Rufergemeinde in Höchst engagiert
sich in der Begleitung und Integration von Flüchtlingen. Und auf dem
Mühlberg, Sitz der Bethanienstiftung, öffnet täglich ein offener Kinder- und
Jugendtreff, ‚basement 26‘.
In einer globalen Welt ist Frankfurt ‚ein
Dorf‘! Methodisten aus Korea, Vietnam, Indien, aus Südafrika, Ghana,
Nigeria, aus Makedonien, Slowakei, Estland, Deutschland und aus den USA
leben und arbeiten hier in Frankfurt. Darum gibt es auch Methodistische
Gemeinden in fünf Sprachen. Einmal im Jahr treffen sie sich zu ihrem kleinen
‚Kirchentag‘ – mit Gottesdienst, einem internationalen Buffet, Spiel und
Spass.
‚Gott hält seine Versprechen‘, lautete der Titel des diesjährigen
Treffens. Und ein Stückweit ist auch dieser Kirchentag eine ‚Erfüllung‘.
Denn ein Versprechen und eine Vision der Christen ist: ‚Menschen aus allen
Völkern und Nationen werden zu Gott kommen und miteinander feiern.‘
Uwe Saßnowski
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Foto: G. Hamp (Dops)